FREMDBEITRAG: Gerd Lichtenberger und die öffentliche Meinung – im Krieg sind alle Mittel erlaubt

Es ist still geworden um Gerd Lichtenberger, Geschäftsführer der Life Jugendhilfe und SPD-Ratsmitglied der Stadt Bochum. Im WAZ-Artikel  vom 17.12.2015 wurde mitgeteilt, dass die Stadt Bochum zwar keine rechtlichen Schritte gegen die Life-Jugendhilfe einleiten wird, seitens der Staatsanwaltschaft Essen jedoch noch  Ermittlungen gegen Lichtenberger wegen Betrugsverdachts laufen. Das Ermittlungsverfahren betrifft die nicht vereinbarungsgemäße Betreuung des vom Jugendamt der Stadt Dorsten in die Obhut der Life Jugendhilfe gegebenen elfjährigen Paul. An die Öffentlichkeit gelangte der Jugendamtsskandal durch die MONITOR-Sendung vom 30.04.2015 „Mit Kindern Kasse machen? Wie Heimkinder ins Ausland verbracht werden“.

„Wir pflegen keine Geschäftsbeziehungen zum Jugendamt Gelsenkirchen“, sagt Gerd Lichtenberger, Gründer und Geschäftsführer der Life Jugendhilfe.

… Die Life Jugendhilfe hatte Ende 2013, als sie ihren 20. Geburtstag feierte, 442 Projekte im Inland und etwa 250 Auslandsmaßnahmen durchgeführt. „Wir arbeiten mit 80 Jugendämter in ganz Deutschland zusammen“, so Gerd Lichtenberger. „Wir werden angefragt, wenn das klassische Repertoire der Betreuung ausgereizt ist.“…

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/skandal-um-life-bochum100.html

Vorwürfe gegen Bochumer Jugendhilfe „Life“

Das Bochumer Unternehmen „Life“ ist nach Recherchen des WDR in den Schlagzeilen. Der Vorwurf steht im Raum, dass Kinder im Ausland schlecht betreut und untergebracht wurden. Heute (11.06.15) beschäftigt sich die Politik in Dorsten mit dem Thema. Unterdessen arbeiten andere Städte weiter mit dem Unternehmen.

… Es geht um den elfjährigen Paul. Er lebte auf einem heruntergekommenen ungarischen Bauernhof. Sein Betreuer war ein alter Mann, der kein Deutsch kann. Rund 7.000 Euro bekommt das Unternehmen für einen Jugendlichen, der Betreuer in Ungarn erhält aber nur rund 800 Euro. In Datteln arbeitet man inzwischen nicht mehr mit Life zusammen… Der Leiter der Jugendhilfe „Life“, Gerd Lichtenberger, ist zum Termin im Dorstener Rathaus geladen…

Kritik hat es auch am Schulunterricht in Ungarn gegeben. Denn der elfjährige Paul ging nicht zur Schule. Unterricht gab es nur über eine Internetschule, die der Tochter von Lichtenberger gehört. Für ein Interview mit dem WDR steht er derzeit nicht zur Verfügung. Trotz aller Kritik an seinem Unternehmen arbeiten zahlreiche Städte weiterhin mit ihm zusammen und schicken Kinder und Jugendliche in ausländische Heime, die Lichtenberger betreibt. Teilweise werden die Kinder bis nach Kirgisistan zu Maßnahmen geschickt. Auch Dorsten und Bochum arbeiten weiter mit „Life“ zusammen.

Stand: 11.06.2015

 

In Dorsten hat es genügt, dass die Tochter von Lichtenberger eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, um das Vertrauen in die Life Jugendhilfe aufgrund dieser „Beweise“ als wiederhergestellt zu bewerten…

 

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:HSWSDVXpU1wJ:www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/Im-Fall-Paul-Staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-Life-Geschaeftsfuehrer%3Bart914,2807210+&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=de

  1. September 2015

… Das Jugendamt der Stadt Dorsten wähnt sich dagegen rechtlich auf der sicheren Seite. Sie hat von allen Beteiligten belastbare Beweise eingefordert und auch bekommen. So hat die Tochter von Gerd Lichtenberger, Jennifer Krautscheid-Steffen, und zuständig für die Besuche des Jungen vor Ort in Ungarn, eine eidesstattliche Versicherung vorgelegt, in der sie die Zahl der Besuche in Ungarn dokumentiert: „In ihrer eidesstattlichen Versicherung hat sie angegeben, sieben Mal in Ungarn gewesen zu sein. Einmal zu Beginn der Maßnahme, vom 3. November bis 7. November 2014. Davon erfolgten drei Besuche in Begleitung von Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Datteln. Ein weiteres Mal sei eine andere Mitarbeiterin von Life vor Ort gewesen“, gibt Ludger Böhne, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Dorsten, die von Krautscheid-Steffen an Eides statt geleisteten Angaben wider.

Der Life-Geschäftsführer Gerd Lichtenberger hält sich laut Auskunft seines Öffentlichkeitsarbeiters, Jürgen Wallinda-Zilla, zurzeit im Ausland auf. „Lichtenberger hat aus einer WDR-Sendung am Donnerstag (27. August) erfahren, dass Betrugsvorwürfe von der Staatsanwaltschaft Essen geprüft werden. Zum jetzigen Stand des Verfahrens will er aber keinen Kommentar abgeben.“ Zur Last gelegt wird Lichtenberger, die Stadt Dorsten über tatsächlich erbrachte Leistungen während des Ungarn-Aufenthaltes des Kindes Paul getäuscht zu haben.

 

Ende Dezember 2015 erklärte die Stadt Bochum die Zusammenarbeit mit der Life Jugendhilfe für in Teilen beendet. Zwei laufenden Maßnahmen blieben davon unberührt und Herr Lichtenberger sitzt nach wie vor im Rat der Stadt Bochum.

…  Bochum beendet die Zusammenarbeit mit der Life Jugendhilfe. Sozialdezernentin spricht von erschüttertem Vertrauen. Eine Klage sei „wenig zielführend“.

Die Stadt zieht Konsequenzen aus der Weigerung der Life Jugendhilfe GmbH , den seit Mitte Juni geforderten Nachweis für die Qualifikation eines Mitarbeiters in Frankreich vorzulegen. „Die Zusammenarbeit mit der Life Jugendhilfe GmbH und dem Jugendamt wird beendet, weil die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit nicht mehr gegeben ist“, schreibt Sozialdezernentin Britta Anger in einer Erklärung zur gestrigen Ratssitzung. Zwei laufende individualtherapeutische Maßnahmen in Sachsen-Anhalt werden noch bis zum Sommer 2016 fortgeführt.

… Das Unternehmen von SPD-Ratsherr Gerd Lichtenberger habe durch eine Rechtsanwaltskanzlei erklärt, dass es „weder berechtigt noch verpflichtet sei, irgendwelche Unterlagen freier Mitarbeiter vorzulegen“. Diese Weigerung erschüttere das Vertrauen „in die notwendige Zuverlässigkeit erheblich“, so Anger.

(…weiterlesen…)

https://staatsunrecht.wordpress.com/2016/05/05/gerd-lichtenberger-und-die-oeffentliche-meinung-im-krieg-sind-alle-mittel-erlaubt/

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