Immer mehr Beiträge mit Bezahlschranke

Ich wollte mal wieder irgendetwas im Internet suchen und bemühte deshalb meinen Browser. Neben dem Eingabefeld der Suchmaschine zeigte mir der Browser auch noch einige interessante Beiträge an, unter anderem einem Beitrag über eine Schlägerei bei einer AFD-Veranstaltung in Dortmund. Der Beitrag wurde angeklickt, und ich landete bei einer Zeitung. Viel zu lesen gab es jedoch nicht, denn das vollständige Lesen des Beitrags wurde durch eine Bezahlschranke verhindert. So etwas passiert immer öfters, und man fragt sich, warum die Suchmaschinen solche Beiträge überhaupt noch in ihr Suchergebnis aufnehmen. Man fragt sich, warum denn immer wieder Beiträge in den Suchmaschinen auftauchen, die man dann doch nicht, bzw. nur gegen Bezahlung, lesen kann. Diese Beiträge werden sogar angezeigt, wenn man in der Suchmaschine etwas eingeben hat, was nicht im öffentlichen Bereich des Beitrags nachzulesen ist, sondern sich hinter der Bezahlschranke befindet. Dies deutet ja darauf hin, dass es der Suchmaschine durchaus möglich ist den kompletten Beitrag zu lesen, und nicht nur den öffentlichen Teil des Beitrags. Es wird daher vermutet, dass beim Anklicken der Nachricht schon der komplette Beitrag übermittelt wird, aber eben nicht vollständig angezeigt wird. Dieser Verdacht bestätigt sich nochmals dadurch, dass bei solchen Beiträgen häufig der nicht kostenlose Beitrag schon in einer Art nicht lesbaren Schattenschrift angezeigt wird. Von daher ist anzunehmen, dass es nicht so schwer sein dürfte den kompletten Beitrag ohne großen Aufwand sichtbar zu machen. Das Problem dabei ist, dass man sich dabei rechtlich eventuell in einer Grauzone befinden könnte. Es ist bisher kein Fall bekannt, dass jemand angeklagt und verurteilt worden wäre, der die verschiedenen Bezahlschranken überlistet hätte. Dies ist teilweise auch wirklich sehr einfach zu händeln. Es gibt Internetanbieter die gestatten es ihren Leser eine bestimmte Anzahl Beiträge pro Tag, Woche oder Monat kostenlos zu lesen. Wer öfters zugreift soll dann dafür bezahlen, das ist zu mindestens die Idee der Internetanbieter.

Solche Zähler sind normalerweise leicht zu überlisten, weil der Zähler üblicherweise als Cookie auf dem eigenen Rechner hinterlegt ist. Das Löschen des Cookies bzw. sämtlicher Cookies setzt somit auch den Zähler zurück. Das Löschen von Cookies kann man sich ersparen, wenn der Browser den Modus PRIVATFENSTER erlaubt. In diesem Modus werden Cookies beim Löschen des Fensters ebenfalls gelöscht, und beim nächsten Start eines Privatfensters beginnt der Zähler wieder bei 1.

Wenn der Internetanbieter die Bezahlschranke nicht von gelesenen Beiträgen abhängig macht, gibt es eventuell andere Möglichkeiten so eine Lesebarriere zu umgehen. Zum Beispiel kann man die Internetseite http://www.gnoom.de/ nutzen. Nachdem man auf einer Seite mit einer Bezahlschranke gelandet ist, kopiert man den Link, fügt diesen Link dann auf http://www.gnoom.de/ in das Feld UNIVERSAL ein, dies befindet sich oben links, und geht dann auf den Button NOCH MEHR. Es öffnet sich dann ein POPUP, scrollt in dem Popup bis zu der Überschrift DURCHFÜHREN. Unter DURCHFÜHREN findet man zwei nützliche Punkte. Einmal gibt es dort den Punkt SPIEGEL.DE KNACKEN, und weiter unten WELT.DE KNACKEN. Mit etwas Glück kann man mit diesen beiden Punkten die Bezahlschranke auch bei anderen Internetseiten überlisten.

Für einige Browser gibt es auch Erweiterungen, mit denen bestimmte Bezahlschranken umgangen werden können. Angeblich legal ist die App UNPAYWALL, die nicht die Bezahlschranke direkt umgehen soll, sondern überprüfen soll, wo der entsprechende Beitrag eventuell komplett und kostenlos veröffentlicht wurde. Ein Versuch bezüglich des AFD-Beitrags war jedoch erfolglos.

Für den Browser CHROME und seine Ableger, sowie für FIREFOX gibt es noch die Erweiterung SCRIPTsafe. Auch die Installation dieser Erweiterung sorgt dafür, dass man einige Bezahlschranken umgehen kann. Allerdings hat diese Erweiterung auch Auswirkung auf andere Seiten. Z.B. funktioniert der Editor, zumindest der Classic-Editor, von WORDPRESS nicht mehr vollständig. 

Einige Browser besitzen auch einen Leseansicht-Button. Wird der gedrückt kann auch dies einige Bezahlschranken umgehen. 

Es gibt noch einen Internetdienst, der das Lesen von Seiten ermöglicht, die normalerweise durch eine Bezahlschranke geschützt sind.

Auf https://outline.com findet man diesen Dienst. Es gibt mindestens zwei Möglichkeiten, wie man damit eine Seite vollständig sichtbar machen kann. Zum Beispiel nehmen wir einen Beitrag der auf der Seite www.testseite.de/bezahlter-Beitrag-1 geschützt stehen könnte. Man kann nun einfach in der Adresszeile des Beitrags vor die Adresse Auf https://outline.com/ einfügen, in unserem Beispiel sieht das dann so aus:

https://outline.com/http://www.testseite.de/bezahlter-Beitrag-1

Nachdem üblichen RETURN würde dann der Beitrag komplett erscheinen. Dies wird zwar sicherlich nicht in allen Fällen funktionieren, Aber zurzeit doch sehr häufig. Dies gilt auch für die zweite Variante, wo man mit COPY und PAST die Adresse des Originalbeitrags auf der Internetseite https://outline.com in das Eingabefeld kopiert. Auch dort wird nach betätigen von RETURN der Beitrag häufig sichtbar gemacht. Für den Browser FIREFOX gibt es sogar eine App, mit der man die Internetadresse des gewünschten Beitrags automatisch zu Outline.com schickt, und der Beitrag dann lesbar erscheint.

Nochmals zur Erinnerung, weder kann gewährleistet werden, dass dies bei sämtlichen Bezahlschranken funktioniert, noch können wir eine rechtlich einwandfreie Aussage treffen, ob bzw. wann das Umgehen einer Bezahlschranke legal ist, oder strafrechtlich unzulässig ist.

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