Gewaltfreie Erziehung

Man ist beim  ACTION-Markt. Logisch ist man nicht alleine, auch andere Kunden sind dort. Z. B. ein Mann, eine Frau und das kleine Mädchen. Das Mädchen will unbedingt in einen anderen Gang, will unbedingt zu den Spielsachen, wird laut, und probt den Aufstand. Mama und Papa machen es richtig. Sie versprechen, dass sie gleich in den anderen Gang gehen würden, wenn sie hier fertig sind.

Keine Chance. Das heulende Mädchen lässt sich nicht beruhigen. Sie will jetzt sofort zu den Spielsachen, außerdem haben Mama und Papa sowieso keine Ahnung wo die Spielsachen sind, Die vielleicht 4-Jährige weiß das natürlich viel, viel besser als Mama und Papa. Und so geht die Diskussion mit dem Nachwuchs weiter.

Da naht Hilfe. Ein Rollstuhlfahrer komm, und betätigt mal die Hupe an seinem Rollstuhl. Häufig hilft das. Normalerweise erschrickt, das Kind, weiß nicht was los ist, und muss sich auf eine neue Situation einstellen. Meisten hört dann das Geschrei auf, und das Kind sucht dann meistens wieder Schutz bei den Eltern.

Heute half das nicht wirklich. Nur ganz kurz hörte das Mädchen auf, und obwohl die Eltern das Spielchen gleich mitspielten, und dem Mädchen klar machten, dass jetzt fremde Menschen auf sie aufmerksam wurden, fiel das Kind gleich wieder in ihre Rolle zurück.

Der Rollstuhlfahrer beendete seinen Einkauf und stand an der Kasse. Selbst dort war das wütende Mädchen noch zu hören, und unterhielt das ganze Geschäft. Während Vater weiter im Laden blieb entschied sich die Mutter das Geschäft mit der Tochter zu verlassen.

Es gab da aber wieder ein Problem. Nur unter lautstarkem Protest verließ das Kind an der Hand der Mutter das Geschäft. Als es dem Mädchen gelang sich von der Mutter zu lösen, lief sie gleich wieder in das Geschäft zurück.

Mutter hinterher, und nahm den widerspenstigen Nachwuchs wieder an die Hand, und dann ging es wieder raus. Erneut versuchte das Mädchen in den Laden zu kommen, aber die Mutter hat aufgepasst, und konnte das verhindern.

Kurz danach verließ auch der Rollstuhlfahrer das Geschäft. und erlebte, wie das kleine Mädchen jetzt auf die eigene Mutter einschlug. Ganz ehrlich, das geht gar nicht. Früher hätte man so eine Situation ganz schnell geklärt, aber heute gibt es so dumme Gesetze, die eine angemessene Reaktion untersagen. Der Rollstuhlfahrer mischte sich wieder ein.

Dem Mädchen erklärte er, dass die Mama ganz lieb ist, und fragte warum sie so böse ist? Dann sagt er der Mutter, dass Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben, aber die Eltern offenbar nicht.

Die Mutter hat das offenbar verstanden. Sie hätte wahrscheinlich auch lieber angemessen reagiert, aber das darf man ja nicht machen. Stattdessen muss man sich von dem eigenen Kind schlagen und treten lassen.

Immerhin, das erneute Einmischen des Rollstuhlfahrers führte jetzt dazu, dass sich das Kind wieder beruhigte.

Das ist sowieso häufig das Problem. Meistens haben die Menschen Angst sich in so eine Situation einzumischen, oder fallen den Eltern noch in den Rücken. Tatsächlich ist es häufig sehr erfolgreich, wenn sich Fremde einmischen, denn Kinder reagieren auf Fremde ganz anders, wenn sich diese einmischen.

Mal ehrlich, lt. Gesetz haben Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Wenn sich Eltern wehren, dann mischt sich ganz schnell das Jugendamt ein. An Ende droht dem Kind eine Heimunterbringung oder Psychiatrie. Wenn dann bei dem Kind Pillen eingeworfen werden, dann geschieht das ja in der Regel auch gegen den Willen der Kinder. Das ist natürlich auch eine Art von Gewalt, und sicherlich nicht besser.

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