Corona und das Jugendamt

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf Heimkinder, Kinderheime, Pflegeeltern und Eltern die von ihren Kindern getrennt leben müssen. Viele Eltern und Kinder berichten, dass Umgänge zwischen Eltern und ihren Kindern zur Zeit ausgesetzt werden, und dies mit dem Coronavirus begründet wird.

Das stimmt natürlich schon. Das Coronavirus macht von getrennt lebenden Eltern und deren Kindern keinen halt. Eine Ansteckungsgefahr lässt sich natürlich nicht leugnen. Es ist natürlich nachvollziehbar, dass sich die Kinderheime vor solch einer zusätzlichen Ansteckungsgefahr schützen wollen, aber es fällt sowohl den Kindern und den Eltern, bzw. einem Elternteil schwer, wenn die seltenen Umgänge auch noch ausfallen.

Doch man sollte sich in dieser Situation auch mal die Frage stellen, ob das Coronavirus wirklich immer negativ für die Eltern-Kind-Beziehung ausfallen muss. Zum Glück gibt es auch einige Meldungen von Eltern und Kinder, für die die aktuelle Gefahr die von dem Coronavirus ausgeht, bisher positive Auswirkungen hatte.

Es wird berichtet, dass Eltern über das Wochenende Umgänge mit ihren Kindern im eigenen Haushalt hatten, und die Jugendämter bzw. die Heime erklärt haben, dass die Kinder zur Zeit bei den Eltern bleiben sollen, und wegen der möglichen Ansteckungsgefahr nicht ins Heim zurück sollen.

Manche haben also Glück im Unglück. Auch wenn das im Moment dann so aussieht, als sei das nur ein vorübergehendes Glück, so dürfte das in einigen Fällen auch ein dauerhaftes Glück werden.

Mal angenommen, das Jugendamt hat mal wieder unberechtigt Kinder aus einer Familien genommen, und behauptet, dass die Eltern angeblich erziehungsunfähig wären, dann kann es durchaus hilfreich sein, wenn die Kinder nun wieder einige Wochen bei den Eltern leben müssen, denn dann haben die Eltern bestimmt starke Argumente bei der endgültigen Rückführung der Kinder bzw. des Kindes.

Es gibt eine weitere Überlegung. Was passiert wohl wenn der Umgang ausfällt, und das Kind vor lauter Sehnsucht aus dem Heim abhaut?

Jugendämter sind vielleicht im Moment etwas unterbesetzt. Das gilt auch für die Gerichte, und das Kinderheim möchte das geflüchtete Kind im Moment lieber nicht zurück, weil sie Angst vor dem Coronavirus haben, das könnte natürlich dazuführen, dass das geflüchtete Kind dauerhaft, oder zumindest über einen gewisse Zeitraum bei den Eltern bleibt.

Auch wenn das Kind zunächst nur einige Wochen bei den Eltern bleibt, dann könnte das dennoch gut für eine geplante Rückführung sein. Es gibt inzwischen Berichte von Eltern die beide Varianten schon praktizieren. Näheres kann hier aber nicht veröffentlicht werden. Es ist aber immer eine gute Idee sich Gedanken zu machen, wie man aus einer schlechten Sache vielleicht doch noch etwas Gutes machen kann-

Eine Überlegung sollte das für einige Eltern sein.

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