BREMEN: Polizist erschießt psychisch Kranken.

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BLACK LIVES MATTER bedeutet ja, dass auch das Leben von Schwarzen etwas wert ist. Das ist natürlich richtig, weil grundsätzlich jedes Leben etwas wert ist. Ist aber wirklich jedes Leben gleich viel wert?

Es gibt da Zweifel. Es scheint so, dass manches Leben viel mehr wert ist, als das Leben anderer Menschen. Ist vielleicht gerade das Leben von Schwarzen, oder amerikanischen Schwarzen viel, viel mehr wert, als das Leben eines bzw. sogar zwei Weißen, besonders wenn diese Hellhäutigen aus Deutschland kommen.

In Amerika wurde ein dunkelhäutiger Mensch von der Polizei getötet. Dies führte dazu, dass in Amerika tausende von Bürger auf die Straßen gingen. Das ist auch durchaus nachvollziehbar.

Etwas weniger, eher schon fast gar nicht mehr, ist nachvollziehbar, dass deshalb alleine in einer Stadt in Deutschland 15.000 Menschen auf die Straße gingen, weil die Polizei in Amerika einen Amerikaner mit dunkler Hautfarbe getötet hat.

Jetzt wurden in Deutschland ein Mensch von der Polizei getötet. In Bremen wurde am 19.6.2020 ein psychisch kranker Mensch von der Polizei erschossen. Natürlich waren die Umstände anders als bei dem Tötungsdelikt in Amerika, aber Fachleute erklären, dass auch die Tötung des psychisch Kranken in Bremen nicht nötig gewesen wäre.

Zwei Tote. Beide Tötungen waren unnötig. Bei einem Toten handelt es sich um einen hellhäutigen Mann aus Deutschland, und einmal um einen dunkelhäutigen Mann aus Amerika.

In Amerika gehen tausende auf die Straße für den getöteten Amerikaner, aber keiner für den getöteten Deutschen. Das ist durchaus nachvollziehbar.

Nicht nachvollziehbar erscheint es aber, wenn in 15.000 Menschen, überwiegend Deutsche, auf die Straße gehen für den getöteten Amerikaner. Wetten für den getöteten Deutschen werden in Berlin bestimmt keine 1.000 Menschen auf die Straße gehen?

Es scheint also, als ob BLACK LIVES MATTER doch durchaus mehr wert ist, als WHITE LIVES MATTER. Das ist nicht nur verwunderlich, sondern scheint doch sehr rassistisch zu sein, oder?

 

2 Kommentare zu „BREMEN: Polizist erschießt psychisch Kranken.“

  1. In manchen Medien hieß es, er sei Marokkaner gewesen. Desweiteren existiert ja mindestens ein Video des Vorfalls. Ich sag mal so, hinterher lässt sich immer schlau reden, was hätte alles anders gemacht werden müssen. Das Video zeigt ja auch nur eine kurze Momentaufnahme der Situation. Aber für meine Begriffe ist der Einsatz vor den Schüssen schon nicht optimal gelaufen. Da hätte man vielleicht schon mit deeskalierenden Methoden erfolgt gehabt. Eine Person in einer augenscheinlich psychischen Ausnahmesitution mit Pfefferspray so besprühen ist vielleicht nicht die beste Wahl. Auf dem Video scheint es auch keine Wirkung zu haben. Man sieht dann, wie der Marokkaner mit einem Messer hinter einem Polizisten hinterher rennt. Dass dann Schüsse fallen, ist bei so einer Eskalationstrufe fast die logische Folge. Ein Polizist muss sich ja nicht erst abstechen lassen, bevor er zur Waffe greifen darf.
    Fazit: Hätte man die Situation vorher entschärfen können? Vielleicht. Hätte man nicht schießen dürfen? Dazu ist die Situation zu sehr aus dem Ruder gelaufen.

    Gefällt 1 Person

    1. Leider passiert das durchaus häufiger, dass die Polizei psychisch Kranke erschießt, und man sich hinterher die Frage stellen muss, ob das wirklich nötig war.
      Noch deutlicher war das bei einem Einsatz in Berlin, wo die Polizei einen Nackten in einem Brunnen erschossen hatte.

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