Ein paar nette Redebeiträge beim Besuch der KJP-Psychiatrie Bremen-Ost

Zwischen dem Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Bremen-Ost (KJP) und der Mutter von Tilman gab es ein paar nette Redebeiträge. Leider kann ich natürlich nicht den ganz genauen Wortlaut wiedergeben, weil man dazu das Gespräch hätte aufnehmen müssen.

Aber so ähnlich waren die Redebeiträge.

Polizist1 – Dienstnummer 1903

Polizist2 – Dienstnummer 2071

Chefarzt. Dr. med. Marc Dupont

Mutter von Tilman

Rollstuhlfahrer

V3 – 1145-1220

CHEFARZT: Frau Koch hat darauf bestanden, dass immer jemand bei ihr bleibt, dass man sie nicht alleine draußen lassen kann.

MUTTER: Ja, ja, wegen der Gefahr und so.

CHEFARZT: Ich seh keine Gefahr.

MUTTER: Ach so, aber begleiteten Umgang, und jetzt haben sie gerade gesagt keine Gefahr, und jetzt soll ich einen begleiteten Umgang durchführen. Meine Güte, jetzt weiß ich warum der Psychiater ist, wie lange ist der schon hier?

 

16:33 V4 – 0908

Übrigens, im Anschluss ließ man dann die Mutter von Tilman mehr als 10 Minuten alleine vor der Tür stehen, wie auch schon zuvor.

 

V4 – 1943-

Der Chefarzt teilte uns mit, dass Frau Mahlstedt der Vormund, bzw. die Amtsvormündin von Tilman wäre. Er teilte uns weiter mit, dass das Jugendamt aus diesem Grund keinen Gerichtsbeschluss bräuchte, um die Klinik anzuweisen Umgänge zwischen der Mutter und Tilman nur begleitet zuzulassen.

Diese Behauptung ist gleich im doppelten Sinne falsch. Das Jugendamt ist nämlich kein Vormund bzw. Amtsvormund, sondern nur Ergänzungspfleger. Auch hat das Gericht in seinem Beschluss den Ergänzungspfleger nicht ermächtigt irgendwelche Regelungen bezüglich des Umgangs zutreffen.

Der ROLLSTUHLFAHRER erlaubte sich deshalb folgende Frage.

ROLLSTUHLFAHRER: Wenn Frau Mahlstedt gar keinen Beschluss des Familiengerichts braucht, warum hat sie dann heute beim Familiengericht einen entsprechenden Antrag gestellt?

MUTTER: Genau, dann hätte es doch gereicht, wenn sie schreibt, sie verbietet den Umgang, und nicht, ich wünsch es. Da brauch sie doch nicht zu Gericht gehen, da braucht sie doch nur die Anordnung schriftlich durchgeben.

Immerhin ruft man ja auch die Feuerwehr, wenn es brennt, und nicht wenn man den Ofen anmachen will.

Haben wir die Klinik mal wieder beim Lügen erwischt?

Es wurde immer behauptet, dass Frau Mahlstedt per E-Mail mitgeteilt hätte, dass sie nur einen begleitenden Umgang wünscht. Eine Kopie dieser Mail konnten sie aber nicht aushändigen. Stattdessen wurde die Kopie einer E-Mail von Frau Mahlstedt an das Familiengericht vom heutigen Tag ausgehändigt. In dieser Mail hat sie beim Familiengericht lediglich beantragt, dass die Umgänge nur begleitet stattfinden sollen. Einen entsprechenden Beschluss des Familiengerichts gibt es aber bisher nicht

Es kommt aber noch schlimmer. Inzwischen hat die Klinik eine E-Mail von der Ergänzungspflegerin an die Anwältin der Mutter geschickt. In dieser Mail behauptet die Ergänzungspflegerin wieder, dass sie Amtsvormündin wäre. Außerdem bittet sie die Klinik jetzt tatsächlich Umgänge nur begleitet zuzulassen. Diese E-Mail wurde aber nicht am 4.2.2021 versendet, sondern erst am 5.2.2021. Wahrscheinlich glaubten die, dass wir das nicht bemerken würden.

Es wurde also am 4.2.2021 der unbegleitete Umgang durch die Klinik boykottiert, obwohl es weder einen entsprechenden Beschluss des Familiengerichts gab, noch eine E-Mail vom Jugendamt, wo diese die Klinik tatsächlich aufgefordert hätte, den Umgang nur begleitet zuzulassen.

Haben wir also die Klinik wieder beim Lügen erwischt?

ROLLSTUHLFAHRER: Und was machen sie, wenn das Gericht dem Antrag nicht folgt?

Auf diese nachvollziehbare Frage hatte der Chefarzt natürlich keine Antwort. Offenbar leben die alle noch geistig irgendwie im 3. Reich. Sie glauben wohl, dass immer alles durchgewunken wird, was eine Behörde, bzw. das Jugendamt so beantragt. Hatte man früher nicht, in Freisler-Manier auch alles abgesegnet, was ein  Dr. Mengele so haben wollte?

V4 – 2054- 2155

MUTTER: Die Sozialarbeiterin hat angegeben, dass Tilman eigenmächtig die Klinik verlässt, und so fremdgefährdent und eigengefährdent sei.  Das führte dazu, dass er geschlossen untergebracht wurde. Upsala, Herr Lusch-Dastyari sagte, das stimmt garnicht.

ROLLSTUHLFAHRER: War das auch nicht die Klinik, die behauptet hat, Tilman würde seit 3 Jahren den Schulbesuch verweigern?

MUTTER: Ja, ja.

ROLLSTUHLFAHRER: Mein ich doch.

CHEFARZT zur MUTTER: Ich geh mal weg von ihren paranoiden Äußerungen.

ROLLSTUHLFAHRER: Was ist denn daran paranoid, das ist die Wahrheit, wir haben das doch schriftlich. Hier diese Klinik hat geschrieben, sseit 3 Jahren verweigert Tilman die Schule. Paranoid hat da nichts mit zu tun.

Tatsächlich gab es einen schriftlichen Antrag beim Familiengericht auf geschlossene Unterbringung, der damit begründet wurde, dass Tilman eigenmächtig die Klinik verlassen würde, und daher eine Eigen- und Fremdgefährdung bestehen würde.

Tatsächlich teilte uns der leitende Oberarzt Lusch-Dastyari mit, dass das nicht stimmt.

Weiterhin hat die Klinik auch geschrieben, dass Tilman seit 3 Jahren den Schulbesuch verweigern würde. Richtig ist aber, dass Tilman nicht einen einzigen Tag den Schulbesuch verweigert hatte.

Mehr als 2 Jahre hat die Mutter darum gekämpft, dass Tilman die Schule besuchen darf. Es waren nachweislich die Behörden in Bremerhaven die den Schulbesuch verweigerten, wie das Urteil des OVG eindeutig bestätigt.

Rosenow: Klare Worte zum Persönlichen Budget in der Kinder- und Jugendhilfe – Anmerkung zum Beschluss OVG Bremen, 25.05.2020, 2 B 66/20; Beitrag A18-2020 unter www.reha-recht.de; 18.09.2020)

https://www.reha-recht.de/fachbeitraege/beitrag/artikel/beitrag-a18-2020/

Es geht hier also nicht um paranoide Äußerungen, sondern um Unwahrheiten seitens des (angeblichen) Hilfesystems.

Der Chefarzt verschwand also zunächst. Nach zwei Minuten kehrte er zurück.

V5 – 0943 – 1010

Die Mutter telefonierte mit einer Aktivistin, und meinte zu dieser:

MUTTER: Das ist jetzt der Cehfarzt, der gesagt hat, meine paranoiden Redeweisen will er sich nicht länger anhören.

CHEFARZT: Ich würde mir nie anmaßen bei Erwachsenen Diagnosen zu stellen.

MUTTER: Das haben sie doch gerade gesagt.

CHEFARZT: Ja, genau, das ist Umgangssprachlich.

Wenn ein Kinderpsychiater erst einer Mutter unterstellt, dass sie paranoide Reden halten würde, und dann Minuten später zurückrudert, und behauptet, er würde sich nie anmaßen Erwachsene zu diagnostizieren, und dann seine Diagnose als umgangssprachlich abwertet, werte er natürlich auch seine Glaubwürdigkeit und Kompetenz ab.

V5 – 0900 – 0938

MUTTER: Gut, dann dürfen wir uns drinne reinstellen, denn Eduard ist es eisekalt.

Eduard ist der kleine Bruder von Tilman, der Tilman natürlich auch besuchen wollte, und auch mit uns zwei Stunden vor der Klinik stand. Eduard ist 6 Jahre alt, und darf, im Gegensatz zu Tilman, die Schule besuchen.

CHEFARZT: Nein, das dürfen sie nicht, sie können sich aber in die Ambulanz stellen.

MUTTER: Nein. Die Ambulanz ist auch vorne, und dann ist die Polizei ganz schnell weg, und ich wollte ja noch das Aktenzeichen. Die Polizei soll das Aktenzeichen rausrücken, und dann sind wir ganz schnell weg vom Gelände, von der Wiese.

CHEFARZT: Soll ich vielleicht ihren Junior mal mitnehmen in die Ambulanz?

MUTTER: Nein, nein, nein, hier geht es bisschen zu schnell.

CHEFARZT: Oder sie beide.

Gemeint war der Bruder von Tilman uns der Rollstuhlfahrer, der zum Glück sehr warm eingepackt war.

ROLLSTUHLFAHRER: Einen haben sie doch schon.

Normalerweise sollen Polizisten ja für den Bürger da sein. Tatsächlich sind sie in der Regel hauptsächlich für die Behörden da. Es gibt diesbezüglich regelmäßig ein Naheverhältnis zwischen Behörden und Polizei.

Die beiden Polizisten waren zwar nicht  aggressiv gegen die Mutter bzw. gegen uns, sondern haben sich sogar ausgesprochen viel Zeit genommen. Aber diese Zeit nutzen sie nicht, um das Recht der Mutter durchzusetzen, sondern um Fakten zu schaffen, die der Klinik recht geben sollte.

Die Polizei versuchte vergeblich die angebliche Amtsvormündin telefonisch zu erreichen, die natürlich den Polizisten nicht erzählt hätte, dass sie nur Ergänzungspflegerin ist, und lt. Gerichtsbeschluss nicht für die Regelung des Umgangs zuständig ist.

Die Polizisten versuchten dann beim Gericht jemand zu erreichen, der den Antrag der Ergänzungspflegerin schnell durchwinken sollte. Das konnte aber nicht klappen, weil natürlich der Antrag bereits beim regulären gesetzlichen Richter während der Dienstzeit angekommen sein dürfte, und dieser keine Notwendigkeit sah, dem Antrag ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs der Mutter zu entscheiden.

Es dürfte daher kaum möglich sein, dass dann der Bereitschaftsrichter in den Fall eingreift, und an Stelle des regulären gesetzlichen Richter, ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs den Antrag des Jugendamtes bescheidet, besonders wo es nicht die Aufgabe des Ergänzungspflegers ist, das gesetzliche Umgangsrecht zu regeln.

Wir hatten am 4.2.2021 um 15:15 Uhr einen Termin in der KJP um Tilman zu besuchen. Bis 17:08 Uhr waren wir vor Ort. Der geplante unbegleitete Umgang fand nicht statt.

Liegt bei den Klinikmitarbeitern evtl. eine gewisse Geistesschwäche vor?

Man sollte noch wissen, dass dort nicht nur merkwürdige Reden geschwungen werden, sondern auch noch merkwürdige Schreiben versendet wurden.

Am 4.1.2021 erhielt die Mutter von Tilmann Post von der Klinik. In diesem Schreiben teilt die Klinik der Mutter zwei mögliche Besuchstermine mit.

Man teilte ihr also im Januar 2021 schriftlich mit, dass der

1 Termin am 23.12.2020 stattfinden könnte.

Der 2. Termin sollte dann am 29.12.2021 in der Klinik stattfinden.

Wenn wundert es noch wirklich, dass die Klinik ans Gericht schreibt, dass die Mutter beide Termine nicht wahrgenommen hätte. Kann mir mal einer mitteilen, wie die Mutter dies hätte machen sollen?

Das Schreiben war übrigens datiert auf den 22.12.2020. Der Termin am 23.12.2020 war somit auch im besten Fall nicht mehr wahrnehmbar. Der 24., 25., und 26.12.2020 war dann Weihnachten, und der 27.12.2020 war ein Sonntag. An diesen Tag war nun sehr unwahrscheinlich mit einer Postzustellung zu rechnen.

Außerdem versendet die Klinik die Post nicht mit der gewöhnlichen Post, sondern mit einem Billigversender. Citipost holt die Post in der Regel maximal zweimal in der Woche beim Versender ab. Man konnte also durchaus davon ausgehen, dass bei dieser Konstellation der Brief auch bis zum 29.12.2020 nicht wirklich bei der Mutter eingeht.

Am Mittwoch, dem 10.2.2021 geht es um alles. Erhält die Mutter das Sorgerecht für Tilman vollständig zurück, oder kommt das Jugendamt mit ihrem Schwachsinn durch?

 

 

Ein Gedanke zu „Ein paar nette Redebeiträge beim Besuch der KJP-Psychiatrie Bremen-Ost“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.