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Peinlicher Faktenckeck auf CORRECTIV

Der Beitrag über den VOLKSVERPETZER gehört hier bekanntlich zu den besonders häufig gelesenen Beiträgen. Dies, obwohl der VOLKSVERPETZER seine Beiträge inzwischen so geändert hat, dass unser ursprünglicher Beitrag nicht mehr die Beweise veröffentlichen kann, die die Ungereimtheiten des VOLKSVERPETZER belegen.

Jetzt soll hier mal auf einen Faktencheck von CORREVTIV eingegangen werden. Es geh dabei um den Beitrag:

NEIN, DIE PRODUKTION EINER TESLA-BATTERIE VERURSACHT KEINE 17 TONNEN CO2

Hier sind einige Ungereimtheten aufgefallen, auf die hier eingegangen werden soll. Es wird aber sicherlich keine generelle Abrechnung mit CORRECTIV, wie das bei dem Beitrag über den VOLKSVERPETZER der Fall war.

Am 6. Juli schrieb ein Matthias Bau:

Angeblich verursache die Produktion einer Tesla-Batterie mehr CO2 als ein Verbrennungsmotor auf 200.000 Kilometer, wird auf Facebook behauptet. Das stimmt nicht, wie unser Faktencheck zeigt.

Weiter ist dort zu lesen:

Behauptung

Die Produktion einer Tesla-Batterie stoße 17 Tonnen CO2 aus, so viel wie ein Verbrennungsmotor auf 200.000 Kilometer. Aufgestellt von: Viraler Facebook-Beitrag Datum: 03.06.2021

Und:

Bewertung Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Die Produktion einer Tesla-Batterie verursacht keine Emissionen von 17 Tonnen CO2. Ein Verbrennungsmotor produziert zudem auf 200.000 Kilometern durchschnittlich deutlich mehr als 17 Tonnen CO2.

Es folgen dann noch Berechnungen, die bestätigen sollen, dass bei der Produktion einer Tesla-Batterie nur 13 Tonnen Co2-Emissionen anfallen.

Eine Recherche von CORRECTIV.Faktencheck zeigt: Die Behauptung ist falsch. Ein Auto mit Verbrennungsmotor produziert durchschnittlich mehr als 35 Tonnen CO2 auf 200.000 Kilometer. Die Produktion einer Batterie für ein Elektrofahrzeug des Herstellers Tesla verursacht hingegen im schlechtesten von uns berechneten Fall 13 Tonnen CO2-Emissionen. 

Hier soll aber nicht der gesamte Beitrag von CORREVTIV veröffentlicht werden, denn es geht hier um eine nicht behandelte Frage.

Wie lange, wie viel Kilometer beträgt denn so eine Lebensdauer einer Tesla-Batterie? Diese ganz entscheidende Frage wird von CORREVTIV nicht gestellt, noch beantwortet.

Was nützt es z. B., dass die Herstellung so einer Batterie „nur“ 13 Tonnen CO2 betragen soll, wenn der Akku z. B. nur 50.000 oder vielleicht 100.000 Kilometer hält, und dann erneuert werden müsste. Die angegebenen 13 Tonnen Co2 müssten dann verdoppelt, oder sogar vervierfacht werden, und dann wäre das Elektroauto nicht mehr umweltfreundlicher als ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Wir haben uns diese Frage gestellt, und auch fast unglaubliche Antworten gefunden. Aber zunächst kommen wir zur nächsten Ungereimtheit.

CORRECTIV schreibt:

Um zu überprüfen, ob der Vergleich korrekt ist, haben wir zunächst berechnet, wie viel CO2 ein Auto mit Verbrennungsmotor im Durschnitt auf 200.000 Kilometer verursacht. 

Laut dem Kraftfahrtbundesamt waren am 1. Januar 2021 in Deutschland 48,2 Millionen PKW mit einem Durchschnittsalter von 9,8 Jahren zugelassen. Zahlen des Bundesumweltamtes zufolge verbrauchten PKW und Kombis im Jahr 2019 durchschnittlich 7,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Dabei handelt es sich um einen Mittelwert, unabhängig von der Art des Kraftstoffs (Benzin oder Diesel).

Unabhängig von der Art des Kraftstoffs, das kann man zwar machen, aber dann bekommt man halt auch ungenaue Ergebnisse, und benachteiligt eindeutig den Diesel, wie wir hier später belegen werden, weil dieser bekannterweise mit weniger Liter auskommt, als ein entsprechendes Fahrzeug, welches mit Benzin betrieben wird.

Bei der Verbrennung eines Liters Diesel entstehen laut der Helmholtz-Gemeinschaft etwa 2,65 Kilogramm CO2, bei einem Liter Benzin etwa 2,37 Kilogramm CO2. Anhand dieser Angaben können wir den CO2-Ausstoß eines Autos mit Verbrennungsmotor auf 200.000 Kilometer berechnen. Wenn ein Auto im Schnitt auf 100 Kilometern 7,4 Liter Kraftstoff verbraucht, dann verbraucht es auf 200.000 Kilometern 14.800 Liter. 

Den Gesamtverbrauch an Kraftstoff multiplizieren wir mit der Menge CO2, die laut der Helmholtz-Gemeinschaft entsteht, wenn ein Liter Diesel beziehungsweise ein Liter Benzin verbrannt wird. Im Ergebnis entstehen bei der Verbrennung von 14.800 Litern Benzin 35,076 Tonnen CO2. Bei der Verbrennung von Diesel sind es 39,220 Tonnen CO2. 

Und so setzt man dann die Ungenauigkeit fort. Zunächst nimmt man einen Mittelwert beim Verbrauch, was zu schlechteren Werten beim Diesel führt, und dann nimmt man beim zweiten Wert der Rechenaufgabe keinen Mittelwert mehr, sondern nimmt beim Diesel 2,65 Kilogramm Co2 und multipliziert das mit einem Verbrauchswert, der für einen Diesel deutlich zu hoch ist. Logischerweise kommt man dann zu einem falschen Wert.

Es wird Zeit für einen eigenen Faktencheck.

Als Beispiel wird der VW Golf7 genommen, weil dort zwei PS gleiche Varianten zur Verfügung stehen. Die Daten wurden von carwiki.de genommen.

Der Golf 7 1.5 TSI BlueMotion mit 150 PS verbraucht nach Werksangaben zwischen 4,9 und 5,0 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer. Der echte Verbrauch wird von den Fahrern dieser Motorisierung allerdings mit 7,6 Litern im Schnitt (kombiniert aus Stadt / Landstraße / Autobahn) angegeben.

https://carwiki.de/golf-7-benzin-diesel-verbrauch

Der Golf 7 2.0 TDI BlueMotion mit 150 PS verbraucht nach Werksangaben zwischen 4,1 und 4,7 Litern Diesel. Der echte Verbrauch pro 100 Kilometer wird von den Fahrern dieser Motorisierungen aber mit 5,7 Litern Diesel im Schnitt angegeben.

https://carwiki.de/golf-7-benzin-diesel-verbrauch

Wir haben also pro Motorentyp drei Werte. Um einen Vergleichswert zu erhalten, werden die drei Werte addiert und dann durch 3 geteilt. Das ergibt die in der Addition die Werte

17,5 Liter beim Benziner und

14,5 Liter beim Diesel.

Schon jetzt kann man erkennen, dass der Diesel nach der Teilung einen Liter weniger verbrauchen wird, als der Benziner.

17,5 / 3 = 5,83 Liter beim Benziner mal 2,37

14,5 /3 = 4,83 Liter beim Diesel x 2,65

5,83*2,37 = 13,8171 beim Benziner

4,83 * 2,65 = 12,79 beim Diesel.

Die Behauptung von Matthias Bau/CORRECTIV

Im Ergebnis entstehen bei der Verbrennung von 14.800 Litern Benzin 35,076 Tonnen CO2. Bei der Verbrennung von Diesel sind es 39,220 Tonnen CO2. 

kann also niemals stimmen.

Doch wie sieht es denn jetzt mit der angeblichen Haltbarkeit/Laufleistung der Akkus aus? Halten die tatsächlich mindestens 200.000 Kilometer? Sind es tatsächlich weniger, dann kann auch hier die Berechnung von CORRECTIV nicht richtig sein.

Wenn die Akkus tatsächlich wesentlich länger halten als 200.000 Kilometer, dann ist die Berechnung von Matthias Bau/CORRECTIV zwar nicht falsch, weil er ja nur eine Behauptung im Internet als falsch belegen wollte, aber eine wirklich richtige Antwort hat er damit auch nicht geliefert.

Zugegeben, ich hatte nicht gedacht, dass die Akkus mindestens 200.000 Kilometer halten würden. Hier im Internet findet man einige Beiträge über die Laufleistung der ersten Batterien.

Wie lange hält ein Tesla? (Lebensdauer Akku und Motor)

Wie lange, genauer gesagt wie viele Kilometer hält denn ein Tesla? Beträgt die Lebensdauer es Tesla überhaupt mehr als 200’000 Km, oder ist der Akku dann bereits Schrott? Die ständige Batterieentladung, wie man es ja vom Handy kennt, lässt den Akku mit der Zeit doch immer schwächer werden. Oder etwa nicht?

Ein Model X des amerikanischen Tesla Vermieters Tesloop verfügt aktuell über 560’000 km Laufleistung und wird unter Extrembedingungen gefahren. Das Fahrzeug wird bis zu viermal täglich mit Supercharger auf einen Ladestand von 95 % geladen, aber seine Batterie befindet sich noch immer auf einem Level von 88 % der Originalkapazität. Und das, obwohl sehr häufiges Schnellladen auf einen Ladestand von über 90 % gemäß Tesla einen eher negativen Effekt auf die Batteriekapazität hat. Nur 12 % Verlust an Kapazität ist somit ein sehr guter Wert.

https://teslawissen.ch/wie-lange-haelt-ein-tesla-lebensdauer-akku-und-motor/

Gemäß Electrek hat Tesla auch eine Batterie im Labor getestet und nach simulierten 800’000 km hatte die Batterie noch 80% der ursprünglichen Kapazität.

https://teslawissen.ch/wie-lange-haelt-ein-tesla-lebensdauer-akku-und-motor/

Auch im deutschen TFF Forum sind einige „Kilometerkönige“ mit weit mehr als 250’000 km Laufleistung unterwegs. In dieser Tabelle tragen begeisterte Tesla Fahrer Online ihre eigenen Werte ein und tragen so zu einer inoffiziellen Statistik bei. Diese Daten zeigen bereits jetzt: in der Regel haben Fahrzeuge mit mehr als 200’000 Km noch über 90 % der ursprünglichen Batteriekapazität.

https://teslawissen.ch/wie-lange-haelt-ein-tesla-lebensdauer-akku-und-motor/

Die Werte betragen zwar nur TESLA-Modelle, aber zumindest hier wäre es völlig falsch. Die von Matthias Bau/CORRECTIV angegebenen Zahlen für die TESLA-Akkus gelten nicht für 200.000 Kilometer, sondern eher für 500.000 Kilometer, oder sogar für 800.000 Kilometer.

Für einen angeblichen Faktenchecker ist er Beitrag auf CORRECTIV eher peinlich.

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