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Wieder da

Gestern hatte ich meine letzte Untersuchung im Krankenhaus. Eine Echokardiografie, also Herzecho, bzw. Herzultraschall wurde gemacht. Die reine Untersuchung dauerte nur 10 Minuten. Dafür hat sich die Entlassung von Freitag auf Dienstag verschoben.

Auch ohne diese letzte Untersuchung hätte ich das Krankenhaus am Dienstag entlassen, denn die letzten Tage gingen gar nicht.

Ich war schon öfters in diesem Krankenhaus, zuletzt mit meinem Oberschenkelhalsbruch im Oktober 2020, aber so wie in diesem Jahr habe ich das Krankenhaus noch nie erlebt.

Für mich hat es sich mal wieder bestätigt, Corona kann keine Lungenkrankheit sein, Corona, das muss eine Hirnkrankheit sein, anders ist das für mich nicht mehr erklärbar.

Wegen meiner Krankheit bin ich seit Jahrzehnten in Krankenhäusern. Ich erinnere mich an meine Kindheit. Damals war es üblich, dass 2x am Tag die Betten gemacht wurden. Morgens komplett, und am Nachmittag zumindest das Kurzbettlaken.

Das hat sich später geändert. 2020 hatte man zumindest am Morgen noch das Bett gemacht. Jeden Morgen natürlich, aber das hat sich inzwischen auch geändert.

Wahrscheinlich muss man noch dankbar sein, wenn man wenigstens bei der Einlieferung noch ein Bett mit frischem Bettzeug bekommt, und nicht gleich das noch warme Bettzeug des vorherigen Patienten benutzen muss.

Ich jedenfalls bekam noch frisches Bettzeug, aber das könnte vielleicht auch daran gelegen haben, dass für mich extra ein Bett von der Privatstation geholt wurde, warum auch immer.

Ich hatte einen Termin. Am 17.5.2022 war der vereinbarte Termin, und nach der Aufnahme brachte man mich auch auf die Station. Dort blieb ich aber nicht lange. Man teilte mir mit, dass es kein freies Bett mehr auf der Station gibt. Wofür macht man dann eigentlich noch Termine?

Ich habe Zeit, ich wäre auch wieder nach Hause gefahren, um ein oder zwei Tage, oder eine Woche später wiederzukommen, aber das wollte man nicht. Man brachte mich auf die Station für Gefäßchirurgie. Am Dienstag wurde ich zweimal von Krankenschwestern gefragt, warum ich überhaupt da wäre, am Mittwoch fragte man mich das nochmal, weil nichts in meiner Akte stehen würde.

Verstehe ich nicht. Ich mach einen Termin für eine Darmspiegelung, aber in der Akte steht das nicht, das muss man nicht kapieren. Wenn man mich das 3x fragt, dann frage ich mich, warum das keine der fragenden Krankenschwester das dann auch mal eingetragen hat.

Meine Aufnahmeuntersuchung ergab, dass mein Blutdruck viel zu hoch war. 150/130, da klingelte bei der Ärztin, übrigens eine Deutsche, gleich die Alarmglocken. Ich bekam sofort ein Notfallmedikament. Eine halbe Stunde später wurde der Blutdruck erneut gemessen. 150/120, das war jetzt nicht wesentlich besser. Merkwürdig, weitere Blutdruckmessungen gab es an diesem Tag nicht mehr. Normal ist das nicht. Bei so einem hohen Blutdruck misst man normalerweise öfters, besonders wenn der Blutdruck kaum niedriger wurde. Mit dem Blutdruckmessen war man offenbar so geizig, wie mit der Bettwäsche.

Ab Mittwoch sollten die Krankenschwestern dreimal täglich den Blutdruck messen, aber das klappte auch kaum. An einem Tag wurde der Blutdruck tatsächlich 3x gemessen. Am Morgen, am Mittag und am Nachmittag/Abend. An einem anderen Tag nur 2x, und dann wieder 3x, aber nicht am Morgen, sondern am Mittag, am Nachmittag und am Abend. Dabei wäre es für die Ärztin wichtig gewesen, wie der Blutdruck direkt am Morgen ist.

Am Sonntag habe ich das Problem bei der Ärztin angesprochen. Sie meinte, dass sie mitbekommen habe, dass das nicht richtig klappt, und wollte das nochmals ansprechen. Das Ergebnis war, dass am Montag und Dienstag überhaupt kein Blutdruck mehr gemessen wurde.

Hier die von mir notierten Blutdruckwerte

Ankunft 17. Mai

  1. 150/130
  2. 150/120

Am 18. Mai

  1. 150/90Am 19. Mai wurden von mir keine Werte notiert.

Am 20. Mai gab es 1 Messung.

  1. (Der Wert wurde nicht notiert.)

Am 21. Mai gab es ab Mittag 3 Messungen

  1. 150/100
  2.  155/95
  3. 155/95

Am 22. Mai gab es wieder nur 2 Messungen

  1.  140/100
  2. 150/95

Am 23. Mai gab es keine Messung

  1. Keine Blutdruckmessung

Am 24. Mai erfolgte die Entlassung.

  1. Keine Blutdruckmessung

Zunächst war geplant, dass am Mittwoch die Magenspiegelung stattfindet, am Donnerstag die Darmspiegelung, und am Freitag dann die Entlassung sein sollte. Durch das Blutdruckproblem und den schlechten Cholesterinwerten verschob sich die geplante Entlassung um einen Tag auf Samstag. Am Freitag sollte noch eine Untersuchung stattfinden. Die fand aber nicht statt. Also verschob sich die geplante Untersuchung und Entlassung auf Montag. Am Montag wartete ich also auf die Untersuchung. Nichts passierte, und es gab auch keine Info.

Also habe ich mal nachgefragt. Irgendwann griff auch mal jemand zum Telefon. Danach gab es aber weiter keine Info. Ich meine aber, gehört zu haben, dass ich ab 14:30 – 15  Uhr drankommen könnte. Aber auch nach dieser Zeit passierte nichts. Gegen 16 Uhr war mir klar, dass da wohl nichts mehr passieren würde, deshalb fragte ich erneut bei den Schwestern nach.

Die Antwort lautete: „Ach Herr Schreiber, was ich ihnen noch sagen wollte, die Abteilung hat mich angerufen. Die Untersuchung klappt heute nicht mehr, die haben niemand, der die Untersuchung machen könnte.“

Muss man sich da nicht verarscht vorkommen?

Ich hatte überlegt auf der Stelle das Krankenhaus zu verlassen, blieb aber doch noch bis zum nächsten Tag, und wurde dann sofort am Morgen untersucht. Die reine Untersuchung dauerte ca. 10 Minuten.

Das Frühstück fiel  dadurch zunächst aus. Nach der Untersuchung erinnerte ich an das zurückgelegte Frühstück, aber auch das klappte nicht mit einer Erinnerung. Wie immer musste mehrfach nachgefragt werden. Egal ob beim Frühstück, bei Magentabletten, oder dem Transportschein.

Ein Highlight war noch die nicht funktionierende Matratze meines Mitbewohners, aber dazu später vielleicht mehr.

 

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