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Am Dienstag ging es weiter, wie in der letzten Woche.

In der letzten Woche hat sich die Bahn nicht gerade von der besten Seite gezeigt. An drei Tagen hintereinander gab es Probleme.

Siehe hier:

Video über (versuchte) Bahnfahrten

 

Und in dieser Woche ging es so weiter. Weil es in der letzten Woche so viel Probleme gab, entschied ich mich, mit der Straßenbahn nach Essen zu fahren. Ich fuhr mit der 107 nach Essen, aber auch das war keineswegs unproblematisch. Die von der EVAG/RUHRBAHN eingesetzten Straßenbahnen sind nicht sehr alt, deswegen ist es mehr als erstaunlich, dass die meisten eingesetzten Fahrzeuge keine ausklappbare Rampe als Einstiegshilfe für Rollstühle haben. Die Straßenbahnen ohne Rampe sind auch nicht mit einem Rollstuhlsymbol gekennzeichnet. Nur ein Kinderwagensymbol findet man an den Fahrzeugen. Auch ein gekennzeichneter Rollstuhlplatz ist nicht vorhanden. Dennoch ist es an manchen Haltestellen durchaus möglich, an einigen Haltestellen mit dem Rollstuhl reinzufahren.

In Gelsenkirchen klappt das natürlich an den unterirdischen Haltestellen, sowie am Musiktheater, und einigermaßen an der Haltestelle Fürstinnenstr. Zumindest klappte das in der Vergangenheit mehrfach mit meinen früheren Rollstühlen.

Am Dienstag klappte das leider nicht so gut. Das Problem ist u.a. der verdammt schmale Bahnsteig. Es ist da kaum möglich, mit dem Elektrorollstuhl zu rangieren. Ich habe es trotzdem geschafft, aber beim Einfahren in die Bahn gab es massive Probleme. Es gibt einen Höhenunterschied, der die Einfahrt erschwert. Am Dienstag gelang es mir zwar, mit den größeren Vorderrädern in die Bahn zu fahren, aber die beiden kleineren, lenkbaren Hinterräder blieben zwischen der Bahn und dem Bahnsteig hängen. Die Straßenbahnfahrerin war keine große Hilfe, die kam nur zum Meckern, dabei kann ich bestimmt nichts dafür, dass die EVAG/RUHRBAHN solche blöden Fahrzeuge gekauft hat.

Eine andere Frau hatte versucht, mir zu helfen, aber zunächst klappte das nicht. Ein Elektrorollstuhl hat ein Problem. Da es keine Gangschaltung gibt, hat der Rollstuhl die meiste Kraft, wenn er schnell fährt. Mithilfe der Frau fuhr ich also mit hoher Geschwindigkeit in die Bahn, schaffte es aber dadurch nicht, rechteckig wieder abzubremsen, Ich fuhr also mit dem Rollstuhl gegen die Tür auf der anderen Seite.

Danach schaffte ich es aber ohne weitere Probleme zum Hauptbahnhof Essen.

Führ den Rückweg nutzte ich dann aber doch wieder lieber die Bahn. Ich versuchte mal wieder mit dem RE42 nach Gelsenkirchen zu fahren. Auf Gleis 10 wartete ich auf den Zug. Als dieser einfuhr, schaltete ich, wie üblich, die Warnblinkanlage vom Rollstuhl ein, und gab mit Handzeichen zu erkennen, dass ich mitwill. Ich denke, dass er das auch so erkannt hatte, denn der Zugbegleiter stieg aus dem vorderen Zug aus, und winkte mich nach vorne. Ich fuhr also zum Behindertenabteil des vorderen Zugteils. Zunächst stiegen die Fahrgäste aus. Dann stiegen die Fahrgäste ein. Danach stieg der Zugbegleiter ein, und öffnete den Schrank der Rampe. Er hatte aber vergessen, die Tür mit seinem Schlüssel zu blockieren.  Während er den Schrank für die Rampe öffnete, schloss sich die Tür des Wagons, und der Zug fuhr ohne mich ab. Das war es dann mal wieder.

Ich durfte nun 20 Minuten auf den RE2 warten, der auch nach Gelsenkirchen fuhr. Ich habe mir aber jetzt Hilfe von der Bahn kommen lassen. Die Frau hatte einen Blinden, und ihre Begleiterin auf Gleis 10 begleitet. Die hatte man wohl auch zurückgelassen, wie ich erfahren hatte. Ich hatte der Bahnmitarbeiterin empfohlen, dass sie sich vor dem Zug auf die Gleise legen soll, damit der Zug nicht wieder ohne mich abfährt. Das hat sie natürlich nicht gemacht, aber immerhin klappte jetzt der Einstieg ohne Probleme.

Im Zug habe ich dann den beiden Zugbegleitern gesagt, dass sie in Gelsenkirchen anrufen sollen, um Bescheid zusagen, dass ein Rollstuhl kommt, weil ich Gelsenkirchen schon seit Wochen der Aufzug kaputt ist. Der Bahnmitarbeiter hat mich dann dort empfangen, und mir die Tür zur Rampe geöffnet, und mich runtergebracht.

Ich bin ja ein geduldiger Mensch, aber langsam wird es nervig. Irgendwann könnte mal wieder was ohne Problem klappen. Ich finde, es wird Zeit, oder?

 

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