Untergetauchter Reichsbürger in Lucka festgenommen
Seit 2024 versteckte sich ein 60-jähriger Reichbürger, um mehrere Haftstrafen zu vermeiden. Zuletzt kam er bei einer Bekannten in Lucka unter. Als diese ihn vor die Tür setzen wollte, klickten die Handschellen.
Lucka. Gleich drei Haftbefehle lagen einen zuletzt im Erzgebirgskreis gemeldeten 60-Jährigen vor, als er am Dienstag von Beamten der Polizeiinspektion Altenburg verhaftet wurde. Weil der laut Polizei selbsternannte Reichsbürger die Haftstrafen nicht antreten wollte, tauchte er unter. Seit mindestens August 2024 war er für die Behörden nicht mehr auffindbar. Bis am Dienstag kurz nach 16 Uhr die Handschellen klickten.
Eigentlich wollte eine 59-Jährige nur, dass ihr Bekannter ihre Wohnung in Lucka verlässt, wo er zuletzt eine unbekannte Zeit lang Unterschlupf gefunden hatte. Nach Darstellung der Frau weigerte sich dieser allerdings, der Aufforderung nachzukommen. Deshalb verständigte die Luckaerin die Polizei sowie einen RTL-Reporter. Der Gesuchte ließ sich daraufhin widerstandslos festnehmen. „Der Mann kam wegen der offenen Haftbefehle umgehend in die Justizvollzugsanstalt Hohenleuben“, sagt Polizeisprecher Daniel Lenk.
Fast anderthalb Jahre Haft stehen an
Bei dem 60-jährigen mutmaßlichen Reichsbürger handelt es sich laut RTL um Frank E., über den bereits mehrfach berichtet wurde. So sorgte er etwa im Mai 2022 am Landgericht Chemnitz für großes Aufsehen, weil er sich weigerte, eine FFP2-Maske zu tragen. Stattdessen versuchte er, mit einer Gasmaske und Sauerstoff-Flasche in den Gerichtssaal zu kommen, was ihm jedoch nicht gestattet wurde.
Seitdem wurde E. an drei verschiedenen Amtsgerichten rechtskräftig verurteilt, weshalb die Vollstreckungshaftbefehle nun Geltung erlangen. Noch offen sind für Frank E. ein Jahr Haft wegen Verleumdung (Amtsgericht Hechingen), 113 Tage wegen Betrugs (Amtsgericht Chemnitz) und 60 Tage Ordnungshaft (Amtsgericht Heilbronn), weil er sich in einem Gerichtsprozess daneben benommen haben soll.
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